Cordocentese und fetale Therapie

Frequently asked questions

Welche Gründe für eine Nabelschnurpunktion (Cordocentese) oder eine fetale Therapie gibt es?

  • Verdacht auf eine fetale Anämie bei Blutgruppeninkompatibilität oder akuter Parvovirus B 19 Infektion
  • Abklärung des nichtimmunologischen Hydrops fetalis und (selten) bestimmter Infektionen (z.B. Rubella)
  • Selten bei fetalen Herzrhythmusstörungen
  • Selten zur Karyotypisierung
  • Bei fetofetalem Transfusionssyndrom
  • Symptomatisch bei bestimmten fetalen Fehlbildungen (z.B. Entlastung einer fetalen Megavesica)

Welche fetalen Erkrankungen können therapiert werden?
Hauptindikation der fetalen Therapie ist die Behandlung der fetalen Anämie im Rahmen einer Rhesusinkompatibilität oder einer Parvovirusinfektion sowie die Therapie des fetofetalen Transfusionssyndroms.

  • Schwere fetale Anämien aufgrund einer Blutgruppeninkompatibilität können sehr erfolgreich mit intrauterinen Bluttransfusionen therapiert werden. Dabei ist es durch den Einsatz der Dopplersonographie möglich, die Zahl der Eingriffe auf ein Mindestmass zu reduzieren.
  • Die Lasertherapie von Gefässanastomosen auf der Plazenta bei monochorialer Zwillingsschwangerschaft und schwerem fetofetalem Transfusionssyndrom erfolgt in der Klinik für Geburtshilfe.
  • Bei anderen Krankheitsbildern erfolgt die Indikationsstellung zu einer intrauterinen Therapie unter Abwägung von Vor- und Nachteilen zusammen mit den Eltern in einem interdisziplinären Vorgehen.

Ansprechpersonen
Prof. Dr. R. Zimmermann
Dr. F. Krähenmann
Prof. Dr. N. Ochsenbein